Geschichte Stadtsoldaten/Prinzengarde


Die Stadtsoldaten / Prinzengarde sind eine Abteilung des Sportvereins 1946 Kripp e.V und stellen einen wichtigen Eckpfeiler im Karnevalsgeschehen des Vereins und unseres Heimatortes Kripp dar.

Die Ursprünge des karnevalistischen Treibens innerhalb des Sportvereins gehen ins Jahr 1982 zurück. Hier veranstaltete der Sportverein erstmalig gemeinsam mit der Feuerwehr Kripp einen Maskenball im Hotel „Rhein-Ahr“ Schremmer. Erste Aktivität war für den SVK damals eine Tanzdarbietung der legendären „Ententanzgruppe“

Als den damals Verantwortlichen des Sportvereins im Herbst 1982 bekannt wurde, dass noch alte Gardeuniformen der ursprünglichen Karnevalsgesellschaft „Kripper Fente“ existierten, waren zunächst die weiblichen Mitglieder der damaligen Aerobic-Gruppe von der Idee begeistert, zur Bereicherung der karnevalistischen Aktivitäten eine Prinzengarde zu gründen. Zu den Damen gesellten sich schnell einige Männer aus der Fußballabteilung als Stadtsoldaten und die heutige Gruppierung der Stadtsoldaten / Prinzengarde unter Kommandant Dieter Breuer war im Jahre 1983 offiziell gegründet.

Und bereits im Gründungsjahr 1983 übernahm die Garde eine Ihrer wichtigsten Aufgaben während der fünften Jahreszeit. Der Närrische Rat konnte - nach vielen Jahren ohne Regenten - bei der erstmaligen Proklamationssitzung in der Aula der Grundschule Prinz Otto I. und Prinzessin Marlies I. (Poth) als vielumjubeltes Prinzenpaar unseres ehemaligen Treidelortes proklamieren. Fortan übernahmen die Stadtsoldaten und die Prinzengarde die Prinzenbegleitung der heimischen Tollitäten.
Darüber hinaus war bereits im ersten Jahr eine Tanzdarbietung aus den Reihen der Garde zu bestaunen. Denn Petra und Fred Hoffmann wussten als erstes Funkenpaar zu gefallen.

Schon während der ersten Session bekam die Gruppierung der Stadtsoldaten / Prinzengarde Zuwachs indem spontan weitere karnevalistisch Begeisterte sich anschlossen und in die typische rot-blaue Kortuniform sprangen. Die komplette Gruppenstärke wurde somit bei der Teilnahme am Strohbärtreiben des JGV präsentiert.

Bereits im Folgejahr 1984 konnte die Garde das Prinzenpaar stellen. Prinz Andy I. Becker mit seiner damaligen Freundin Andrea I. (Honnef) übernahmen die Regentschaft. Und auch auf dem Tanzsektor wurden die Mitglieder immer aktiver. Die Prinzengarde bot erstmals einen Gardetanz dar und die Stadtsoldaten wibbelten zu Ehren des Regenten einen „Stippefötche“ auf die Bühne. Erstmals erfolgte auch die Teilnahme am Karnevalszug in der Kernstadt Remagen.

In diesem Jahr wurde auch die Standarte angeschafft, die bis heute nahezu in ihrem Ursprungszustand immer noch im Einsatz kommt und eines der Markenzeichen unserer Gruppierung darstellt. 1985 erweiterte die Prinzengarde Ihr Tanzrepertoire um einen Showtanz.

Im selben Jahr beteiligten sich erstmals Kinder an den Karnevalszügen und die Geschichte der Kindergarde hatte ihren Ursprung. Jeder weiß, dass der Nachwuchs sehr wichtig ist und aus diesem Grunde sind wir heute sehr stolz, dass die Kindergarde derzeit aus fast 50 Kindern und Jugendlichen besteht. Tänzerisch kann sich unsere Nachwuchsabteilung mit 3 Kindertanzgruppen und einem Solomariechen mehr als sehen lassen.

Der kontinuierliche Aufschwung der Garde konnte auch in den Folgejahren verbucht werden. So stiegen weiterhin die Mitgliederzahlen und am Karnevalssamstag des Jahres 1986 wurde erstmals das traditionelle Biwak veranstaltet. Zudem konnte die Ausrüstung aufgewertet werden. Für die Karnevalszüge übergaben Ludwig Wahl und Otto Breuer eine Kanone und einen Planwagen. In den Jahren 1989 und 1990 wurden dank einer großzügigen Materialspende der ehemaligen Kortfabrik der Familie Worm neue Uniformen für die Gardemitglieder angeschafft und dank der unermüdlichen Arbeit der Näherinnen Marlies Schmitz-Verweyen, Berti Föhr, Renate Schladt und Margot Schmitt erstrahlten die Gardemitglieder in neuem Glanz. In diesem Zusammenhang sei aber auch noch Frau Margarete Breuer zu nennen, die viele Jahre die „Marketenderin“ der Gruppe darstellte und immer und überall für die Gardemitglieder mit Rat und Tat zu Seite stand. Zudem sind auch heute noch Maria Tempel und Margot Schmitt als Schneiderinnen für die Garde aktiv.

Der Straßenkarneval wurde im Jahre 1988 um die Teilnahme am Sinziger Veilchendienstagszug erweitert und ab dem Jahre 1990 wurde dann die legendäre Erbsensuppe aus dem selbst erbauten Suppenwagen kredenzt.

So ging das Karnevalistische Treiben innerhalb der Stadtsoldaten und der Prinzengarde Jahr für Jahr weiter. Die Prinzengarde bot zur Freude des karnevalsbegeisterten Publikums alljährlich eine traditionellen Gardetanz und Showtanz dar. Aber auch die Funkenpaare wussten immer wieder zu gefallen und ab dem Jahre 1987 sorgen die Stadtsoldaten mit Ihrem Männerballett für viel Spaß auf den Kripper Bühnen.

In den 90er-Jahren kam es neben den traditionellen Karnevalsaktivitäten zur mehrmaligen Teilnahme am Brohltal-Gardetreffen, bei dem man die einzige Garde außerhalb des Brohltals stellte. Zudem richtete man einige Jahre lange ein karnevalistisches Fußballturnier aus, wo befreundete Garden und karnevalstreibende Vereine gesellig kickten.

Die Gardemitglieder bereicherten die 5. Jahreszeit aber auch mit eigenen Veranstaltungen. Neben dem Biwak sei an dieser Stelle an die Karnevalsdisco im Jahre 1988 oder an die Gardebälle in den Folgejahren erinnert.
Im Jahr 2004 veranstalteten die Stadtsoldaten/Prinzengarde dann erstmals die Kripper Dorfmeisterschaften im Fußball. Hier traten und treten die Ortsvereine und sonstige Gruppierungen in einem geselligen Turnier im sportlichen Wettkampf an. Im Vordergrund der Veranstaltung lag allerdings in all den Jahren der Spaß an der Freud´ und das gemeinsame Miteinander. So kann die Garde im Jahr 2013 nicht nur das 30-jährige Bestehen feiern, sondern wird auch zu den 10. Kripper Dorfmeisterschaften einladen dürfen.

Auch in jüngster Vergangenheit blieben die Stadtsoldaten/Prinzengarde inner- und außerhalb der Karnevalssaison aktiv und erlebten einzigartiges und außergewöhnliches. Im Karnevalsbetrieb wurden so zum Beispiel Freundschaftsbesuche nach Hürth-Gleuel und vor allem nach Brauweiler veranstaltet. Nach Brauweiler ging es einige Male sogar per Bus, ohne dass es an passenden Gegenbesuchen mangelte. Außerhalb der Karnevalszeit ging es im Sommer zum Zeltlager an die Wied oder bei Ausflügen mit den Kindertollitäten ins Phantasialand oder in den Kölner Zoo. Auch im Dorfleben war die Garde immer aktiv. Sei es bei der Kirmesolympiade des Kripper JGV oder aber beim Treidelwettbewerb anlässlich des 300-jährigen Bestehens des Treidelorts oder dem 100jährigen Bestehen der Kripper Feuerwehr.
Ein besonderes Highlight für die Prinzengarde war der Auftritt beim Rheinland-Pfalz-Tag in Bad Neuenahr-Ahrweiler im Jahr 2008. Auf der großen RPR1-Bühne durften sie einem großem Publikum ihr Können demonstrieren.
Auch während der Karnevalssession 2011/12 gab es nochmals eine Premiere, als die Garde
erstmals am Rosenmontagszug in Oberwinter teil nahm.

Ihr soziales Engagement zeigte die Gruppierung im Jahr 2007. Unter dem Motto „Vereinsblutspenden“ nahmen die Gardemitglieder in großer Anzahl teil und „opferten“ ihr Blut dem DRK, um anderen Menschen in Notsituationen helfen zu können. Die Tradition der regelmäßigen Blutspende wird seit dem durch die Mitglieder regelmäßig weiter aufrecht erhalten und soll auch andere Mitbürger zur Spendenbereitschaft bewegen.

In bisher 30 Jahren Vereinsleben hat sich die Gruppierung mithin immer ihre Traditionen bewahrt, sich jedoch dabei immer weiterentwickelt. Und das nach dem 30. Geburtstag noch viele Jahre vor den Stadtsoldaten/Prinzengarde liegen, dafür stehen die ehemaligen Mitglieder, die der Garde die immer noch tatkräftig zur Seite, die aktuell Aktiven, die immer noch mit Spaß und Engagement bei der Sache ist, aber vor allem der Nachwuchs, der so zahlreich und so hervorragend repräsentiert wofür die Garde seit 30 Jahren steht und auch weiterhin stehen wird.

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